„Sein und Schein“ , das Thema des Tag des offenen Denkmals  in 2021 wird im Herbsteiner Statt und Fastnachts-Museum durch die Perlmuttausstellung erlebbar.

 

Im  Statt- und Fastnachtsmuseum des Heilbades Herbstein wird  am  12.Juli 2021  ab 14.00 Uhr das internationale Thema des  Tages konkret:  Zu sehen ist  die  umfangreiche  Souvenirsammlung mit Keramik und Perlmuttbilder  der Sammlung Fritz Lerch/Brauerschwend . Die Bilder  bestehen aus einer zumeist konvex gebogenen dünnen Glasscheibe mit fest aufgeklebten Stadt- oder Landschaftsdarstellungen. Bestimmte Teilflächen sind dabei  ausgespart und mit Perlmutt oder mit Gelatine aufbereitetes  Luxuspapier beklebt, sodass ein irisierender Effekt entsteht. Die Wasseroberflächen, spiegelnde Fenster  oder schneebedeckte Hügel beginnen zu „leben“  und zu „funkeln“ und täuschen damit eine Bewegung vor.  Damit erzielen  die Bilder eine fast filmische Wirkung. Oft ist der Himmel  von hinten  mit kräftigen  Rosa und Blautönen  bemalt, um so eine noch bessere Tiefenwirkung zu erlangen. Die Glas-Bilder stecken in  einfachen oder auch bemalten, ornamentierten oder  golden stuckiertem  Holzrahmen. Der Großteil der ausgestellten  fast  500 Motive aus Architektur und Landschaft   ist in den Jahren zwischen 1900 und dem Ende des Kaiserreichs entstanden und bietet einen umfassenden Überblick über die deutsche  Souvenirlandschaft in Bezug aus Perlmuttbilder.  Zu den Erinnerungsbildern gesellen sich in der Ausstellung zahlreiche keramische Souvenirs, die ebenfalls in bestimmten Kur- und Ausflugsorten sehr „in“ waren. Man trifft dabei auf ganze Kuhherden mit „Gruß aus“ Applikationen, auf keramische Schweine  und  Bierkrüge . Unvermeidlich sind dabei auch die unzähligen Tassen und Tässchen, die  das gesamte deutsche Reich auf die Kaffeetische brachte. Es war vermutlich die Ansichtskarten- oder Bilderrahmenindustrie , die die anschaulichen Objekte bis in den letzten Winkel des Kaiserreichs verteilte. Ergänzt wird die Ausstellung durch Objekte der Textilkünstlerin Ursel Arndt/Berlin, sowie weiteren Perlmuttobjekten  ( z.B. Gesangbücher,Knöpfe,Schmuck und Feuerzeug) und  Informationen zu dem natürlichen Werkstoff Perlmutt.

Das  Statt Museum bietet gute Möglichkeiten die Corona-Einschränkungen einzuhalten. Der Besucher wird durch Absperrungen und Pfeile  in einem Rundgang geführt , bei dem  eine Begegnung fast ausgeschlossen ist. Die Rundgang  der Besucher endet  im Fastnachtsmuseum und  diese  werden über die an der Stadtmauer platzierte Wendeltreppe wieder nach unten geführt. Insgesamt können nicht mehr wie ca. 25  Personen das Museum gleichzeitig besuchen. Am Eingang und am Ausgang werden  die Besucher registriert und Desinfektionsmittel bereitgehalten.

 

 

 

 

 

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